Wörter, Begriffe & Sinnbilder
«Fake News» bezeichnet im Mediendiskurs bewusst verbreitete Falschmeldungen, die als Nachrichten getarnt sind und vor allem über soziale Medien manipulativ wirken. Der Ausdruck ist seit dem späten 19. Jahrhundert belegt – eine zunehmende Verbreitung ist ab 2016 feststellbar. In diesem Jahr ...
Der Slogan «Feind hört mit» war bereits im Ersten Weltkrieg im Umlauf und richtete sich zunächst vorwiegend an Soldaten. Eine humorvolle Anekdote aus dem Jahr 1918 zeigt den Spruch etwa auf einer Feldtoilettentür. Zeitgenössische Plakate stellten dabei karikaturhafte Darstellungen gegnerischer ...
Die NationalsozialistInnen verwendeten den Begriff «Fremdvölker», um Menschen zu beschreiben, die sie als «rassisch minderwertig» oder «artfremd» ansahen und verfolgten. Zu diesen Gruppen gehörten in erster Linie Juden, gefolgt von Sinti und Roma sowie slawischen Völkern wie Polen, Ukrainern, ...
Der Begriff «Gutmensch» begegnet erstmals in der deutschsprachigen Feuilleton-Kultur der sogenannten «89‑Generation» als satirisch‑kritische Wortschöpfung in Anti‑68er‑Lexika, die gesellschaftspolitische Schlagwörter pointiert dekonstruierten. Der Begriff tauchte auch schon vorher gelegentlich ...
Die Parole «Heim ins Reich» war ein zentraler Slogan nationalsozialistischer Volkstumspolitik. Sie propagierte die Rückkehr bzw. Eingliederung ethnischer Deutscher aus dem Ausland ins «Grossdeutsche Reich» – verbunden mit verschleiernder Propaganda und gross angelegten Bevölkerungsumsiedlungen.
Heimatschutz klingt nach liebevollem Erhalt von Landschaft und Kultur. Der Begriff ist jedoch nicht nur ästhetisch, sondern auch politisch geprägt – zwischen Baukulturpflege und nationalistisch gefärbter Heimatideologie.
Der Begriff «Herrenrasse» hat seinen Ursprung im Kontext der Rassenideologie des 19. und 20. Jahrhunderts. Insbesondere im Dritten Reich in Deutschland wurde dieser Begriff von den Nationalsozialisten verwendet, um ihre rassistische Ideologie zu rechtfertigen und zu propagieren.
Der Begriff «Hottentotten» stammt von den niederländischen Buren im südlichen Afrika und bezog sich auf die Khoikhoi-Völker. Eine Theorie besagt, dass die Klicklaute der Khoisan-Sprache von den Buren als Gestammel wahrgenommen wurden, weshalb sie die Indigenen «Hottentots» nannten, was im ...
Der Begriff «Indianer» ist eine Fremd- und Sammelbezeichnung für die indigenen Völker Amerikas und geht auf den Irrtum von Christoph Kolumbus zurück, der 1492 den amerikanischen Kontinent erreichte, aber fälschlicherweise glaubte, in Indien gelandet zu sein. Obwohl dieser Irrtum 1502 durch den ...
Die «jüdische Weltverschwörung» ist eine antisemitische Verschwörungsideologie, die behauptet, Juden als Gruppe wollten im Verborgenen die Weltherrschaft erlangen oder beeinflussen – in Politik, Wirtschaft, Medien usw. Sie ist historisch gewachsen, stets widerlegt, doch bis heute virulent.
«Kollateralschaden» klingt nüchtern-technisch, beschreibt aber meist menschliche Tragödien. Der Begriff stammt aus dem US-Militärjargon und bezeichnet unbeabsichtigte, aber in Kauf genommene Schäden bei militärischen Operationen – oft mit zivilen Opfern.
Der Begriff «Kulturschaffende» birgt ein Paradox, da er ursprünglich aus dem nationalsozialistischen Kontext stammt, aber heute auch von Antifaschisten verwendet wird – auch als Selbstbezeichnung. Der Ursprung des Begriffs scheint vollständig vergessen worden zu sein.
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